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Gestorben

Dtsch Arztebl 2002; 99(36): A-2361 / B-2017 / C-1893
VARIA: Personalien
EB
Ernst Feldmann
Foto: privat
Ernst Feldmann Foto: privat
Dr. med. Ernst Feldmann, Oberstarzt a. D., Facharzt für Chirurgie, starb am 9. Juli in Hemer/Westfalen im Alter von 104 Jahren.
Feldmann stammte aus Dortmund; er studierte Medizin an der Universität Tübingen. In Danzig erwarb er die Anerkennung als Facharzt für Chirurgie. Er wurde als Stabsarzt bei der Wehrmacht reaktiviert. 1940 wurde er zum Oberfeldarzt und zum Kommandeur der Kriegslazarettabteilung 591 ernannt. Unter verschiedener Verwendung war er an verschiedenen Fronten während des Zweiten Weltkriegs als Sanitätsoffizier eingesetzt. Im Mai 1945 kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, die bis Oktober 1945 dauerte. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Dr. Feldmann bis 1976 in eigener Praxis als Arzt in Hemer tätig.

Herbert Micka
Foto: Archiv
Herbert Micka Foto: Archiv
Sanitätsrat Dr. med. Herbert Micka, Lungenarzt aus Saarbrücken, Ehrenpräsident der Ärztekammer des Saarlandes, starb am 9. August im Alter von 84 Jahren in Saarbrücken.
Herbert Micka, der aus Saarbrücken stammte, studierte Medizin an den Universitäten München, Frankfurt/Main und in Heidelberg, wo er 1944 das Staatsexamen ablegte und zum Dr. med. promoviert wurde. Nach seiner Weiterbildung zum Lungenarzt ließ er sich 1950 in eigener Praxis in Saarbrücken nieder. Bereits frühzeitig engagierte er sich in der ärztlichen Berufs- und Verbandspolitik. Im März 1958 wurde er als Beisitzer in den Vorstand der Ärztekammer des Saarlandes gewählt, vier Jahre später zum Präsidenten dieser Ärztekammer. Dieses Amt hatte er nach mehreren Wiederwahlen bis 1986 inne. Viele Jahre war er zugleich Mitglied im Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung des Saarlandes sowie Vorsitzender der Fachgruppe der Lungenärzte im Saarländischen Ärzte-Syndikat. 1962 wurde er als Präsident der Saarländischen Ärztekammer zugleich Mitglied des Vorstandes der Bundes­ärzte­kammer und des Präsidiums des Deutschen Ärztetages. 1967 wurde er zum Vorsitzenden des Ausschusses „Medizinische Assistenzberufe“ der Bundes­ärzte­kammer, 1971 zum Vorsitzenden des BÄK-Ausschusses für Arbeitsmedizin gewählt. Auf Bundesebene engagierte sich Herbert Micka insbesondere in den Versorgungswerken der Ärzteschaft und der Freien Berufe. Im September 1975 wurde er aufgrund seiner großen Erfahrung und Sachkenntnis zum Vorsitzenden der Ständigen Konferenz „Fürsorge und Versorgung“ der Bundes­ärzte­kammer gewählt. Er gehörte auch zu den Mitbegründern der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen e.V. (ABV), Köln, deren stellvertretender Vorsitzender er lange Jahre war.
Obwohl schon im Ruhestand, war Micka weiter Mitglied der Delegiertenversammlung der Ärztekammer des Saarlandes, der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Saarland und daneben noch in einigen Fachausschüssen tätig. Er war unter anderem Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und der höchsten Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft, der Paracelsus-Medaille, sowie Träger des Ehrentitels „Sanitätsrat“, den ihm die saarländische Landesregierung verlieh. EB
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