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Alles nach Plan? Rotationen 2.0

Montag, 15. Januar 2018
Alles nach Plan? Rotationen 2.0

Willkommen im neuen Jahr! Ich habe nach einer Nachtwoche bereits wieder das Gefühl, mich gut reintegriert zu haben: Die Müdigkeit, das Gefühl, von Block zu Block im Schichtsystem zu leben. Was vielleicht schlechter klingt als es eigentlich ist: Langsam habe ich das Gefühl, dort etwas anzukommen, voraussichtlich bleibe ich dort auch noch eine Weile.

Womit wir beim Thema sind: Wie lange man wo eingesetzt ist, gleicht heute oft mehr einem vagen Rätsel denn klarer Struktur. So richtig fiel mir das erst in unserer Urlaubsbesprechung auf. Da die Besetzung der Intensivbereiche, die im Schichtdienst arbeiten, absolute Priorität hat, darf aus dem dortigen Team nur eine bestimmte Anzahl an Ärzten abgezogen sein, für jeden von ihnen muss es eine Vertretung geben (dass dies auf den Normalstationen nahezu nicht möglich ist – das ist unter uns Assistenten ja bekannt). Für eben jene Planung wäre es natürlich interessant gewesen, genau zu wissen, wer wann wie lange wo eingesetzt ist, Stichwort: Rotationsplan.

Natürlich gibt es vorgeschriebene Mindesteinsatzzeiten in den verschiedenen Berei­chen, das regelt die Weiter­bildungs­ordnung schon von ganz allein. Was bei uns fehlt: Ein Kalender, in dem bestimmte Rotationszeiten verbrieft sind. Wichtig? Vernachlässigbar?

Schließlich ist eine viel beschriene Stärke unserer Generation ja die Flexibilität. Ihr braucht uns? Wir sind da. Ihr braucht uns öfter und länger als vorgesehen? Wir werden da sein. Ihr könnt uns keinen Plan geben, wie das kommende Jahr aussehen wird? Wir haben selbst keinen.

Vielleicht liegt hier der Hund begraben. Ein Rotationsplan scheint zunächst wie unwichtiges Beiwerk, irgendwie wird schon jeder irgendwann mal alle Bereiche durchlaufen haben. Die Versuchung, dies in einem Betrieb wie im Krankenhaus, wo ohnehin jeden Tag Pläne durchkreuzt und neu gesponnen werden, nicht mehr weiterzuführen, ist hoch.

Dabei ist so etwas viel mehr als nur ein einfacher Einsatzplan: Er vermittelt uns: Wir haben uns Gedanken gemacht. Ausbildung braucht Struktur. Und Planung. Vielleicht willst du dich vorbereiten, auf deinen nächsten Einsatz? Vielleicht willst du planen, in einem Bereich mehr Zeit zu verbringen als in einem anderen, weil du dich später genau dort siehst?

Abweichungen wird es immer geben. Sie sind dann aber eben: Abweichungen. Von bestehenden durchdachten Plänen. Und können sicherlich eine Zeit lang toleriert werden. Was nicht mehr wäre: Ein Herumrotieren, um irgendwann mal da zu landen, wo man eigentlich hingemusst und hingewollt hätte.

Wie sieht’s bei euch aus? Alte Schule nach Plan oder alles ganz flexibel?

Mit den besten Wünschen für 2018 grüßt

Frau Doktor

Finanz-RoSe am Sonntag, 28. Januar 2018, 12:03
Börsebius-Anleger bangen um ihr Geld
Haben auch Sie Geld Herrn Rombach alias Börsebius gegeben und bangen um Rückzahlung ? Was wird aus der ABAG ?
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