Ärzteschaft – 06.02.2017

Studienplatzvergabe: Studierende der Gesundheitsberufe fordern Reform

Berlin – Reformen bei der Zulassung zum Studium fordern Vertreter von sieben Stu­die­rendenvertretungen, unter anderem der Humanmedizin, der Pharmazie und der Psycho­logie. „Die bisherigen Zulassungsverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung werden dem modernen Anspruch eines interessierten Studierenden überwiegend nicht mehr ge­recht“, schreiben die Verbände. Statt der Abiturnote seien praktische Fähigkeiten und das Interesse der Studierenden die besseren Kriterien für künftige Auswahlverfahren, so die Studierenden in ihrer Stellungnahme.

Auch die Ärzteschaft fordert, bei einer Reform des Studiums, wie sie jetzt mit dem soge­nann­ten Masterplan 2020 ansteht, zugleich die Zugangsvoraussetzungen zu verändern. „Wir brauchen nicht nur hoch lernfähige, wissenschaftlich orientierte, potenzielle Nobel­preis­träger, sondern wir brauchen auch gute Ärzte, die sich durch soziale Kompetenz aus­zeichnen und auch bereit sind, aufs Land zu gehen“, sagte der Präsident der Bun­des­ärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, im Januar. Notwendig sei außerdem, die Zahl der Medizinstudienplätze in Deutschland um rund zehn Prozent zu erhöhen, so der BÄK-Präsident.

Die sieben Studierendenvertretungen regen in ihrer Stellungnahme außerdem an, das interprofessionelle Lehrangebot auszubauen. Dies sei für eine künftige bessere und patientenorientierte Zusammenarbeit der beteiligten Professionen notwendig, so die Studierenden.

© hil/aerzteblatt.de

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