Ärzteschaft – 15.02.2017

Hausärzte in Nordrhein setzen auf Nachwuchsförderung

Köln – Unterstützung in organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Fragestellungen bietet der Hausärzteverband Nordrhein jungen Allgemeinmedizinern bei der Nieder­lass­ung. „Wir brauchen dringend und dauerhaft mehr Allgemeinmediziner, die sich selbst­stän­dig machen“, betonte der stellvertretende Vorsitzenden des Verbandes, Oliver Fun­ken. Die Nachwuchsförderung sei daher eine der dringlichsten Aufgaben des Berufs­stan­des.

Der Verband hat daher ein strukturiertes, mehrstufiges Programm zur Unterstützung des Nachwuchses ins Leben gerufen: In der ersten Stufe von „HÄV-Menti“ können Ärzte in der Weiterbildung und Studierende bis zum Ende der Ausbildung kostenfrei Mitglied im Hausärzteverband Nordrhein sein und alle Verbandsangebote nutzen. „Dazu zählt insbe­sondere auch die Möglichkeit zur Teilnahme an speziellen hausärztlichen Fort­bildungen“, hieß es aus dem Verband.

Für den nächsten Schritt haben sich Verbandsmitglieder bereiterklärt, junge Allgemein­mediziner beim Schritt in die Selbstständigkeit zu beraten und bis zur Niederlassung zu begleiten. Die Mentoren sind Ärzte, die schon lange als Vertragsarzt erfolgreich tätig sind. Für das Mentorenprogramm haben sie sich zusätzlich von Juristen und Bank­fach­leuten schulen lassen.

Es gebe immer Gründe, die gegen eine Niederlassung als Hausarzt sprächen, meinte Fun­ken. „Aber vieles spricht dafür. Hausarzt – das ist einer der vielfältigsten Berufe!“, so der Verbands-Vize.

© hil/aerzteblatt.de

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