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Hochschulen – 20.04.2017

Europäisches Austausch­programm bringt junge Psychiatrie­mitarbeiter zusammen

Rostock – Junge Krankenpfleger, Therapeuten, Sozialarbeiter und Forscher aus Psychi­a­trien haben sich im Rahmen des Austauschprojekts „TuTo“ für eine Woche in die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock ge­troffen. Sie stammten aus Belgien, Griechenland, Island, Luxemburg, Rumänien und Spa­nien und sollten internationale Erfahrungen sammeln, sich austauschen, ihre Kom­pe­tenzen ausbauen und neue Ideen für ihr Arbeitsfeld gewinnen.

Insgesamt stehen den Teilnehmern des Programms 30 Trainingsorte in zehn europäi­schen Ländern offen, die sie im Rotationsprinzip durchlaufen können. Die Rostocker Kli­nik und ihre Luxemburger Kollegen begleiten das Projekt wissenschaftlich. „Fixierung et­wa wird in Deutschland häufiger angewandt; in Ländern wie Großbritannien hingegen komm­en eher sogenannte Time-Out-Räume zum Einsatz, in denen sich Patienten beruhi­gen können“, gab Johannes Thome, Leiter der Rostocker Psychiatrie, ein Beispiel für re­gi­­onale Besonderheiten. Bei allen Unterschieden in der Behandlung gingen psychiatri­sche Erkrankungen aber überall mit sozialem Abstieg einher.

Das Projekt „TuTo“ aus dem Portfolio des Erasmus+-Austauschprogramms besteht seit drei Jahren – mit steigendem Zulauf.

© hil/aerzteblatt.de

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