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Merkel für Anbindung von Gesundheitsdaten an „Bürgerportal“

Mittwoch, 16. Mai 2018
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Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützt eine Anbindung von Gesundheitsdaten an ein geplantes zentrales Bürgerportal. „Wir brauchen die konsequente Digitalisierung von Verwaltung – und im Übrigen kompatibel mit der Gesundheitskarte“, sagte Merkel heute im Bundestag.

Notwendig sei ein Zugang der Bürger für alle Verwaltungs­leistungen. Dies sei natürlich „eine große Kraftanstrengung“, erklärte die Kanzlerin weiter. Sie griff damit einen entsprechenden Vorstoß von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) auf.

Spahn hatte sich in Bezug auf weitere Funktionen für die elektronische Gesundheits­karte (eGK) dafür ausgesprochen, neue digitale Gesundheitslösungen mit dem „Bürgerportal“ zu koordinieren. Das solle vermeiden, dass für Steuer­erklärungen, Passbeantragungen und im Gesundheitswesen je eigene digitale Identitäten nötig würden.

Spahn hatte gestern betont, dass es sich bei allen Überlegungen um weiter Entwicklungsmöglichkeiten für die eGK handelt. Er halte an der eGK und der Tele­ma­tik­infra­struk­tur fest, hatte er ausdrücklich versichert. Spätestens nach der parlamentarischen Sommerpause will er Details zu seinen Plänen vorstellen.

© dpa/may/aerzteblatt.de
Kommentare
isnydoc am Mittwoch, 16. Mai 2018, 17:52
Digitaler Personalausweis anstatt eCard - Einwohnermeldeamt oder GKV-Geschäftsstelle?
Ist das also das Ziel?
Müsste wohl über Einwohnermeldeämter anstatt gesetzlicher Kran­ken­ver­siche­rungen ausgestellt werden. Wird wohl noch weiterer Diskussionsbedarf bestehen.